Okavango Delta – Mokoro Bootstrip

Um 7:30 Uhr haben wir uns von Chantal und Sven verabschiedet.

Euch noch eine schöne  restliche Zeit in Botswana und Namibia. Wir sind von einem Game Drive Jeep abgeholt worden, auf dem wir prompt die nächsten Weltreisenden Jan und seine Frau kennengelernt haben. Die beiden reisen im gleichen Zeitraum wie wir, sind aber in Singapur gestartet.

Sie machen den Ausflug ins Okavango Delta, zu dem Reiner und ich uns gestern spontan angemeldet haben, über 2 Tage, mit einer Übernachtung im Zelt im Busch. Nach unserem Erlebnis mit den Elefanten war mir das noch nicht wieder geheuer. Witzig, wie unterschiedlich Weltreisen verlaufen. So ein paar Schnittpunkte gibt es meistens, aber jeder macht andere Erfahrungen mit den Menschen, dem Essen, den Unterkünften usw. . Dadurch kommen natürlich auch ganz verschiedene Geschichten zustande. Die Tour heute war jedenfalls wunderbar und entspannend. Je 2 Stunden Jeep – Mokoroboot – Wandern durch den Busch – Mokoroboot – Jeep. Die Boote sind sehr schmal und es wurden Sitzschalen hineingelegt, für je zwei Gäste. Unser Guide „Locke“ hat uns sicher mit einem Holzstab durch die mit Schilf und hübschen Wasselilien bewachsene Flusslandschaft transportiert. Herrlich ruhig. Wir haben einige Vögel, Libellen und Elefanten im und am Wasser gesehen. Die Wanderung durch den Busch führte über eine Insel zu einer Wasserstelle wo Hippos, ein Krokodil und ein Elefant zu beobachten waren. Eine Herde Büffel lief vor uns durch den Busch davon und da ein paar Büffel nicht mitgelaufen waren, änderten wir unsere Route. Nach einem Sandwich – Lunch, sind wir mit dem Boot wieder zurück zum Startpunkt.

Mit dem Jeep waren wir gegen 17:30 Uhr wieder im Camp. Wir haben uns Nudeln mit Schakalaka gekocht. Danach setzten wir uns noch ein Weilchen in der Bar mit einer Cola und einem alkoholfreien Bier ans Lagerfeuer.

Silke

Xakanaxa – Moremi Game Reserve – Old Bridge Backpackers – Maun

Nach einer ruhigen Nacht traten wir nach einer erfrischenden kalten Dusche und einer Tasse heißem Kaffee die Fahrt nach Maun an. Ein paar Büffel grasten auf den Weiden nahe unseres Campground, Hippos grunzten und Springböcke hüpften über die Straße. Da wir Tatzenabdrücke rund um unseren Wagen fanden, fragten wir die Mitarbeiterin ob irgendwelche Katzen in der Nähe wären. Sie sagte ja, die Löwen haben in der Nähe die Büffel verfolgt. Am ein paar Kilometer entfernten Southgate sahen wir mehrere Game-Drive-Fahrzeuge, die uns den Weg nicht weit davon zu einem Löwen mit frisch erlegtem Büffel wiesen.

Wow! Er hat stolz seine Beute bewacht und fing nach einiger Zeit an weiter zu Fressen. Der „König der Tiere“ packte den riesigen toten Büffel im Genick und zerrte ihn ein Stück weiter.

Etwa 100 m davon entfernt lag ein zweiter Löwe, dem es wohl nicht gut ging. Die Ranger haben anderen Touristen erzählt, das die Löwen zu zweit gejagt haben und der eine Löwe wohl vom Büffel verletzt wurde. Wildlife pur! Da die Straßen außerhalb des Nationalparks wieder besser wurden, sind wir schon um 14:45 Uhr in unserer Campsite im Old Bridge Backpackers angekommen. Wir haben sehr nette Reisende kennengelernt. Claire und ihr Sohn Joshua, Südafrikaner, die mit ihrem Hund (und dem Zweiten Sohn, der grade auf Mokoroboot-Tour war) auf einer Campsite weiter schlafen, und die mit einem großen Overlander unterwegs sind. Und Chantal und Sven, zwei Deutsche, die wir schon beim Southgate getroffen haben, und die uns das Old Bridge empfohlen haben. Sie beenden voraussichtlich in 2,5 Wochen ihre einjährige Weltreise und wir hatten uns dementsprechend viel zu erzählen. Außerdem haben wir gut im Old Bridge Backpackers Restaurant gegessen und auf der Terasse gesessen, von der aus man Hippos mit Baby und ein großes Krokodil sehen konnte.

Silke

11.6.19 Linyanti – Xakanaxa

Nach dem Schrecken der letzten Nacht haben wir nicht mehr so gut geschlafen und sind um 6:30 Uhr, nachdem die Sonne aufgegangen ist, erstmal rund ums Auto auf die Suche nach unserer Plane gegangen. Ein paar Affen und Vögel haben uns dabei begleitet. Viele Fußabdrücke von Elefanten, Affen, Katzen? und uns, konnten wir erkennen.

Leider war die Abdeckung nicht mehr aufzufinden, sodass wir jetzt „oben ohne“ unterwegs sind. Wir haben unsere Wäscheleine als Sicherung genommen. 

Unser Weg ins Xakanaxa Camp führte ausschließlich über unbefestigte Straßen, die teilweise eher Feldwegen mit riesigen Schlaglöchern ähnelten. Giraffen, Gnus, Steinböcke und viele Elefanten waren zu beobachten.

Auch auf der heutigen Campsite, die wir kurz vor Sonnenuntergang um 17:45 Uhr erreichten, empfing uns ein großer grauer Toröö! Hoffentlich lassen sie unser Zelt heute Nacht in Ruhe! Wir haben schnell ein paar Sandwiches geschmiert und sind dann in unsere Höhle geklettert. 

Silke

10./11.6. Extra Nachtbericht – Elefantenbesuch

10./11.6. Extra Nachtbericht – Elefantenbesuch

Um ca 23:00 Uhr sind wir von lauten Geräuschen erwacht. Eine Herde mehrerer großer Elefanten hatten unser Auto mit Dachzelt umzingelt! Sie knackten Äste und holten sich unsere Zeltabdeckung vom Dach. Sie wurde herumgeschwenkt und letztendlich mitgeschleppt! Die Zeltwände tasteten sie mit den Rüsseln ab. Ein Elefant legte seinen Kopf auf das zweite eingepackte Dachzelt und fummelte an unserem Zeltfenster herum. Teilweise hat das Auto richtig geschaukelt. Am gruseligsten waren die Geräusche!

Unser Zelt ist glücklicherweise heile geblieben. Am zweiten Zelt wurde die Abdeckung beschädigt. Nach ca 2 Stunden Muffensausen war der Spuk vorbei. Unsere Abdeckung haben wir auch nach längerer Suche heute Morgen nicht wiedergefunden.

Silke

10.6. Chobe Nationalpark – Kasane – Linyanti

Chobe Nationalpark – Kasane – Linyanti

Wir haben am Parkeingang nach freien Campsites im Nationalpark gefragt. Savuti, unser Favorit, war ausreserviert. In Linyanti haben wir eine Übernachtung ergattert (100 USD).

Die „Straßen“ sind eher Tiefsanddünen und für die 180 Km brauchten wir 7 Stunden. Auf den letzten 20 Km haben wir uns im Tiefsand festgefahren. Reiner hat nochmal Luftdruck aus den Reifen gelassen. Zwei botswanische Parkmitarbeiter, die gerade mit ihrem Truck vorbeikamen (übrigens das einzige Fahrzeug, das uns auf den letzten 100 Km entgegenkam!) halfen beim freischaufeln der Räder.

Sie gaben uns den Tipp,  einen Parallelweg im Busch zu nehmen, da dort nicht so tiefer Sand wäre. Die Strasse würde eher noch schlimmer. So mussten wir erstmal 7 Km zurück und einen Schleichweg durchs Gebüsch nehmen, um auf besagten Weg zu gelangen. Irgendwo auf der Strecke hatte sich ein dicker Ast in die hintere Stoßstange verkeilt und diese ein bisschen verbogen. Kurz nach Sonnenuntergang erreichten wir unser Ziel, eine Campsite ohne Zaun mit sagenhafter Aussicht!

Die wir leider nur kurz genießen konnten. Hunger hatten wir keinen mehr.

Silke

Kasane – Chobe River Safari

Wir haben ausgeschlafen und gefrühstückt. Dann sind wir auf der Thebe River Lodge Campsite umgezogen, um für die dritte Nacht einen Grillplatz zu haben. Im Shoprite Supermarkt nebenan haben wir frische Lebensmittel gekauft und uns Mittags einen kleinen Lunch zubereitet. Um 14:30 Uhr wurden wir dann von Wild Cars and Guides abgeholt und mit einem Jeep zum Bootsanleger gefahren. Mitch, unser Kapitän und Guide hat uns und vier ältere Südafrikaner drei Stunden auf dem Chobe River Nationalpark zwischen Namibia und Botswana  herumgeschippert. Wunderbar! Wir sahen riesige Krokodile, Leguane, ein Bienennest hoch im Baum, Flusspferde, Elefanten, Büffel, Kingfisher, Störche und Gänse, … . Das Highlight war eine Uferstelle, wo drei Flusspferde im Schlamm lagen.

Große und minikleine Elefanten kamen dazu, ein Storch und ein Löffler fischten herum und dann gesellten sich auch noch Steinböcke und Büffel zu dem Bild. Auch der Sonnenuntergang war vom Wasser aus wunderschön.

Allerdings ist man nicht alleine auf dem Fluss, da viele unterschiedliche Boote gleichzeitig starten. Zurück auf unserer Campsite machten wir uns ein Barbecue und ließen den Pfingstsonntag gemütlich ausklingen.

Silke

Thebe River Safaris – Botswana – Simbabwe – Victoria Falls

Um 7:00 Uhr wurden wir am Gate unserer Unterkunft von „Cars and Guides“ abgeholt. Um 7:35 Uhr erreichten wir die Grenze. Die Ausreise aus Botswana verlief zügig, an der Grenzkontrolle nach Simbabwe hatte sich schon eine längere Warteschlange vor den beiden Schaltern gebildet. Für die Einreise benötigen Europäer ein Visum. Das 2-Tage- Visum bekommt man direkt dort für 350 Pula / 25 Euro pP. Nach einer knappen Stunde ging es dann weiter zu einem Hubschrauberstartplatz und Aussichtspunkt auf die Victoria – Fälle. Esther und Tamara, zwei deutsche Touristinnen, sind dort zu einem Rundflug gestartet. (150 USD pP). Wir sind nach einem Fotostop weiter zu den Victoriafällen gefahren. Die Wasserfälle sind toll anzusehen und man kommt ziemlich dicht an die Kante heran. Die Fallhöhe beträgt an der höchsten Stelle 107 m. 

Ein Pfad von ca 1,7 km führt an 16 Viewingpoints entlang bis zur Aussicht auf die Eisenbahnbrücke nach Zambia, von der einige Adrenalin Junkies Bungee-Jumping gemacht haben (Tamara auch!;-))Wir sind auf unserem Spazierweg gut nass geworden. Die Gischt ist teilweise so stark, das man die Wassermassen nur hören kann und nicht sehen. An der gegenüberliegenden Kante, im Wasser waren einige Leute mit Netzen in Gang. Das sah nicht ungefährlich aus. Im Dschungel auf der Simbabwanischen Seite waren Affen unterwegs. Einer ist dem Butterbrot eines Mannes gefährlich nahe gekommen. Ein paar Steinböcke und Warzenschweine grasten am Wegesrand. Im Parkrestaurant haben wir noch einen Kaffee getrunken und sind dann um 14:00 Uhr wieder abgeholt worden. Zusammen mit Tamara und Esther haben wir uns bei einer Cola auf der Terrasse des luxuriösen „Victoria Falls Hotel“ gut unterhalten, bis es wieder an die Rückfahrt ging. Diesmal etwas schneller, da nur zwei Stempel in den Pass mussten. Nach erneuter „Schuhsohlendesinfektion“ waren wir wieder in Botswana. Als Abendessen haben wir uns Senfeier mit Salzkartoffeln gekocht. Zum Tagesabschluss gab es mal wieder eine Runde Carcassonne.

Silke

Kasane Botswana

Im Bush Camp Kwando (besteht übrigens aus 4 Campsites direkt am Fluss und nur 2 waren belegt) sind wir am frühen Morgen zum Aussichtspunkt und über eine Brücke auf eine kleine Insel gegangen. Hippos haben wir die ganze Nacht und am Morgen gehört, aber im dichten Schilf waren sie nicht zu sehen. Dafür haben wir viele schöne Vögel beobachtet. Einen Specht, einen Go-Away-Bird, Trauerdrongo, Zwergbienenfresser, Marico Sunbird, Angola Schmetterlingsfinken und den Red-billed Hornbill. Wetland – ein Vogelparadies! Dann sind wir nach einem schönen Frühstück weitergefahren. Ohne Zwischenfälle über die Grenze nach Botswana. An der Grenze muss man für das Auto Road Permits für Botswana zahlen (ca 8 Euro). Dann muss man durch einen Wassergraben fahren, aussteigen und die Schuhsohlen in einem Bad desinfizieren. Außerdem wurden wir gefragt ob wir Obst oder Fleisch einführen wollen. In Botswana wird man gleich an der Grenzstation von zwei riesigen Baobab – Bäumen empfangen.

Affen hüpften über die Straße, Elefantendung liegt herum und in Kasane rennen die Warzenschweine durch die Stadt. Heute gab es Pfirsich mit Vanillesoße als Dinner.

Silke