Xakanaxa – Moremi Game Reserve – Old Bridge Backpackers – Maun

Nach einer ruhigen Nacht traten wir nach einer erfrischenden kalten Dusche und einer Tasse heißem Kaffee die Fahrt nach Maun an. Ein paar Büffel grasten auf den Weiden nahe unseres Campground, Hippos grunzten und Springböcke hüpften über die Straße. Da wir Tatzenabdrücke rund um unseren Wagen fanden, fragten wir die Mitarbeiterin ob irgendwelche Katzen in der Nähe wären. Sie sagte ja, die Löwen haben in der Nähe die Büffel verfolgt. Am ein paar Kilometer entfernten Southgate sahen wir mehrere Game-Drive-Fahrzeuge, die uns den Weg nicht weit davon zu einem Löwen mit frisch erlegtem Büffel wiesen.

Wow! Er hat stolz seine Beute bewacht und fing nach einiger Zeit an weiter zu Fressen. Der „König der Tiere“ packte den riesigen toten Büffel im Genick und zerrte ihn ein Stück weiter.

Etwa 100 m davon entfernt lag ein zweiter Löwe, dem es wohl nicht gut ging. Die Ranger haben anderen Touristen erzählt, das die Löwen zu zweit gejagt haben und der eine Löwe wohl vom Büffel verletzt wurde. Wildlife pur! Da die Straßen außerhalb des Nationalparks wieder besser wurden, sind wir schon um 14:45 Uhr in unserer Campsite im Old Bridge Backpackers angekommen. Wir haben sehr nette Reisende kennengelernt. Claire und ihr Sohn Joshua, Südafrikaner, die mit ihrem Hund (und dem Zweiten Sohn, der grade auf Mokoroboot-Tour war) auf einer Campsite weiter schlafen, und die mit einem großen Overlander unterwegs sind. Und Chantal und Sven, zwei Deutsche, die wir schon beim Southgate getroffen haben, und die uns das Old Bridge empfohlen haben. Sie beenden voraussichtlich in 2,5 Wochen ihre einjährige Weltreise und wir hatten uns dementsprechend viel zu erzählen. Außerdem haben wir gut im Old Bridge Backpackers Restaurant gegessen und auf der Terasse gesessen, von der aus man Hippos mit Baby und ein großes Krokodil sehen konnte.

Silke

11.6.19 Linyanti – Xakanaxa

Nach dem Schrecken der letzten Nacht haben wir nicht mehr so gut geschlafen und sind um 6:30 Uhr, nachdem die Sonne aufgegangen ist, erstmal rund ums Auto auf die Suche nach unserer Plane gegangen. Ein paar Affen und Vögel haben uns dabei begleitet. Viele Fußabdrücke von Elefanten, Affen, Katzen? und uns, konnten wir erkennen.

Leider war die Abdeckung nicht mehr aufzufinden, sodass wir jetzt „oben ohne“ unterwegs sind. Wir haben unsere Wäscheleine als Sicherung genommen. 

Unser Weg ins Xakanaxa Camp führte ausschließlich über unbefestigte Straßen, die teilweise eher Feldwegen mit riesigen Schlaglöchern ähnelten. Giraffen, Gnus, Steinböcke und viele Elefanten waren zu beobachten.

Auch auf der heutigen Campsite, die wir kurz vor Sonnenuntergang um 17:45 Uhr erreichten, empfing uns ein großer grauer Toröö! Hoffentlich lassen sie unser Zelt heute Nacht in Ruhe! Wir haben schnell ein paar Sandwiches geschmiert und sind dann in unsere Höhle geklettert. 

Silke

10./11.6. Extra Nachtbericht – Elefantenbesuch

10./11.6. Extra Nachtbericht – Elefantenbesuch

Um ca 23:00 Uhr sind wir von lauten Geräuschen erwacht. Eine Herde mehrerer großer Elefanten hatten unser Auto mit Dachzelt umzingelt! Sie knackten Äste und holten sich unsere Zeltabdeckung vom Dach. Sie wurde herumgeschwenkt und letztendlich mitgeschleppt! Die Zeltwände tasteten sie mit den Rüsseln ab. Ein Elefant legte seinen Kopf auf das zweite eingepackte Dachzelt und fummelte an unserem Zeltfenster herum. Teilweise hat das Auto richtig geschaukelt. Am gruseligsten waren die Geräusche!

Unser Zelt ist glücklicherweise heile geblieben. Am zweiten Zelt wurde die Abdeckung beschädigt. Nach ca 2 Stunden Muffensausen war der Spuk vorbei. Unsere Abdeckung haben wir auch nach längerer Suche heute Morgen nicht wiedergefunden.

Silke

10.6. Chobe Nationalpark – Kasane – Linyanti

Chobe Nationalpark – Kasane – Linyanti

Wir haben am Parkeingang nach freien Campsites im Nationalpark gefragt. Savuti, unser Favorit, war ausreserviert. In Linyanti haben wir eine Übernachtung ergattert (100 USD).

Die „Straßen“ sind eher Tiefsanddünen und für die 180 Km brauchten wir 7 Stunden. Auf den letzten 20 Km haben wir uns im Tiefsand festgefahren. Reiner hat nochmal Luftdruck aus den Reifen gelassen. Zwei botswanische Parkmitarbeiter, die gerade mit ihrem Truck vorbeikamen (übrigens das einzige Fahrzeug, das uns auf den letzten 100 Km entgegenkam!) halfen beim freischaufeln der Räder.

Sie gaben uns den Tipp,  einen Parallelweg im Busch zu nehmen, da dort nicht so tiefer Sand wäre. Die Strasse würde eher noch schlimmer. So mussten wir erstmal 7 Km zurück und einen Schleichweg durchs Gebüsch nehmen, um auf besagten Weg zu gelangen. Irgendwo auf der Strecke hatte sich ein dicker Ast in die hintere Stoßstange verkeilt und diese ein bisschen verbogen. Kurz nach Sonnenuntergang erreichten wir unser Ziel, eine Campsite ohne Zaun mit sagenhafter Aussicht!

Die wir leider nur kurz genießen konnten. Hunger hatten wir keinen mehr.

Silke