Oruro – Dia del Diablo y del Moreno

Der Montag des Karneval in Oruro ist der Diablada und Morenada gewidmet. Das sind überlieferte Tänze, die an die  Kolonialzeit der Spanier erinnern sollen. Indios und später auch afrikanische Sklaven mussten damals in den Silberminen Zwangsarbeit leisten und wurden aneinandergekettet dorthingetrieben (Rasseln). Die Morenada soll an einen Sklavenaufstand erinnern, an dem eine schöne Sklavin den Sklaventreiber abgelenkt und betrunken gemacht hat. Der Caporal (Sklaventreiber) musste daraufhin Trauben stampfen. Die Geschichte wird auf dem Folklore-Festplatz vor der Kathedrale  „Iglesia del Socavon“ mit Kostümen nachgespielt. Auch der Kampf zwischen dem Engelheer um Erzengel Michael, gegen die Teufel (oder Todsünden) wird tanzend aufgeführt. Alles zu Ehren der Jungfrau von Socavon (Schutzpatronin der Minenarbeiter).


Am Nachmittag verabschieden sich die Tänzer von der Jungfrau. Sie betreten tanzend ohne Masken die Kirche und bitten um Kraft und Erfolg für das kommende Jahr. Wir mussten die Kondition der Karnevalstänzer bewundern. Nach drei nahezu durchgetanzten Tagen bergauf in schweren Kostümen und teilweise abenteuerlichen Schuhen!!!

 

Wir sind zwischendurch mit der Seilbahn zum “Monumento a la Virgen del Socavon“ , einer großen Madonnenstatue auf einem Berg, gefahren. Von dort oben hat man einen tollen Blick über die Stadt. Die Kirche haben wir uns auch angesehen. Sehr schön mit blauem Himmel und vielen Engeln. Auch eine Teufelsmaske lag mit vielen frischen Blumen zu Füßen der Jungfrau am Altar. Vor der Kirche gab es eine Art Jahrmarkt. Unter anderem wurden ganze Kuchen versteigert wie in Hamburg beim Fischmarkt. Wir haben gebackene Bananen und Maiskolben gegessen. Nach Einbruch der Dunkelheit sind wir mit einem Taxi wieder in unser Hotel gefahren.

Silke

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