Mossel Bay – Heidelberg – Hermanus

Weiter ging es die Garden Route entlang Richtung Hermanus, einem kleinen Küstenort. Unterwegs in Heidelberg haben wir in einem netten Café/Pizzeria einen Cappuccino getrunken. Vorbei ging es an vielen Viehbetrieben und teilweise staubtrockenen Wiesen und Feldern.

In Hermanus schlafen wir im „24 on High“, einem süßen Apartment in der City. Wir machten einen Sonnenuntergangs – Bummel an der Promenade. Viele Dassies wuselten in den Felsen. Kormorane haben die letzten Sonnenstrahlen auf den Klippen genossen. Zwei Buckelwale schwammen etwas weiter draußen in der Bucht. Mehrere Skulpturen säumen den Wegesrand.

Als Abendessen gab es heute schlicht „kalte Küche“, Käse, Weintrauben und frisches Brot aus Heidelberg.

Silke

Mossel Bay

Ich habe mir heute Morgen noch einmal die Papageien angesehen, von denen sich einige leider stark die Federn rupfen. Alle Tiere werden aber liebevoll gepflegt und einige Papageien können sogar sprechen.

Kater Tini hat noch ein paar Streicheleinheiten bekommen und dann ging es weiter nach Mosselbay. Wir wohnen heute in einem süßen Apartment (La Vue) mit Meerblick.

Wir sind kurz Einkaufen und am Strand gewesen. In unserer kleinen Küche haben wir heute Spinat mit Fetakäse und Minipizzas gebacken. Gegessen wurde während des Sonnenuntergangs auf dem Balkon. Danach haben wir noch ein wenig geplant und gebucht.

Silke

Knysna – Mossel Bay

Wir sind um 10:00 Uhr weiter die Garden Route entlang Richtung Mossels Bay gefahren, wo wir heute im Phantom Croft in einer netten Guest Lodge übernachten. Die Inhaberin Candice ist in Kapstadt geboren und lebt jetzt seit 12 Jahren hier auf dem Land. Sie betreibt neben den Ferienwohnungen ein Papageien Sanctuary. Viele Tiere werden hier aufgepäppelt. Auch süße Katzen haben hier ein Zuhause wie z.B. Tini, ein 18 Jahre alter Kater.

Er ist sehr verschmust! Abends haben wir uns einen Kartoffelauflauf zubereitet.

Silke

Knysna – Township – Thesens Island – Buffalo Bay Beach

Wir haben über Peggy`s Art + Tours eine Führung mit lokalem Guide durch das Township von Knysna gebucht. Poloko / PK , ein junger Mann, führte uns durch das „andere“ Afrika. Ca 47.000 von 68.000 Einwohnern Knysnas leben hier in meist ärmlichen Verhältnissen.

Ein Townshipteil wird von schwarzen Afrikanern und eins von farbigen Afrikanern (Coloured People) bewohnt. Die Arbeitslosigkeit ist extrem hoch und Alkoholkonsum ist ein großes Problem.  Staatliche Wohnbau-Projekte (Mandela House) bieten Häuser für Südafrikaner, die allerdings Auflagen unterliegen, (z.B.Einkommensgrenzen). Teilweise gibt es lange Wartelisten. Die Menschen müssen, soweit wir das verstanden haben, nur für die Elektrizität zahlen. Viele Menschen im Township wohnen in selbstgebauten Hütten aus Holz und Wellblech, die Miniklein sind und wenig Privatsphäre bieten. Nur das Klo ist abgeteilt. „Geduscht“ wird nacheinander im Waschbottich.

Ein Brand hat 2017 viele dieser Unterkünfte vernichtet. Im Township gibt es Schulen, ein Krankenhaus, eine Feuerwehr, … es ist fast eine Stadt in der Stadt. Es leben dort auch Polizisten. Eine eigene Wache ist allerdings laut PK nicht notwendig, da Meinungsverschiedenheiten untereinander geklärt werden und es sowas wie lokale Gemeindesprecher gibt, die in den Vierteln für Ordnung sorgen. Zäune haben nur die , die etwas reicher sind und wo eben das Eigentum geschützt werden muss. In den kleinen Tante Emma Lädchen kann bei Bedarf auch eine Tomate einzeln gekauft werden und am Monatsende angeschrieben werden.

Wir haben eine große Packung Kekse gekauft und sind dann in eine Vorschule für Kleinkinder gefahren, die von der leider kürzlich verstorbenen Künstlerin und Ladeninhaberin Peggy gesponsert wurde. Die Kinder werden zur Zeit in einem Kirchenraum betreut, weil der schon fertige Container noch nicht an dem vorgesehenen Ort aufgestellt werden konnte. 33 Kinder können dort lernen, essen und spielen. Peggy hatte immer 50 Prozent ihrer Einnahmen für dieses Projekt gesponsert, hoffentlich findet sich eine Lösung für die Zukunft. PK sagte uns, dass die meisten Eltern dieser Kinder selbst noch Kinder sind und während die Kleinen betreut werden selbst zur Schule gehen.

Das Leben im Township ist zwar meist hart bzw. arm, aber die Menschen machen das Beste daraus und viele leben bewußt hier, weil sie hier ihre Wurzeln haben und um der Gemeinschaft nützlich zu sein. Wir sind nach der Führung wieder ins „weiße“ Afrika , nach Thesens Island gefahren und haben in einem Restaurant mit Blick auf die Lagune Lunch gegessen. Danach haben wir uns den Buffalo Bay Beach angesehen, ein breiter Sandstrand mit einem Imposanten Felsen im Wasser. Auf der Rückfahrt ist uns eine Schildkröte am Seitenstreifen aufgefallen. Eine Anwohnerin sagte sie kenne das Tier und hat sie in einen angrenzenden Garten getragen. Abends gab es wieder Barbecue, da es Gestern so gut geschmeckt hat.

Silke

13.5.19 Knysna – Heads Lookout

Wir haben ausgeschlafen und gemütlich Gefrühstückt! Dann sind wir zum Heads Lookout gefahren und ein bisschen herumspaziert. Die „Heads“ sind zwei nur durch die Lagune getrennte Klippen als Tor zum Meer und bewachen sozusagen die Stadt Knysna. Die Aussicht von dort ist phänomenal. Man kann weit auf den Ozean und in die Lagune Richtung Stadt schauen. Es gibt auch einige tolle Villen dort zu bestaunen. Wir haben am Aussichtspunkt Alessa und Thomas aus Hannover getroffen und uns bestimmt 1h mit den Beiden ausgetauscht. Sie kamen aus der entgegengesetzten Richtung die Garden Route entlang und waren auch schon in anderen Ecken Afrikas.

Danach haben wir uns noch ein wenig die City angeguckt und sind Einkaufen gefahren. Heute gab es ein schönes Barbecue mit Veggieburger für mich und Straußensteak für Reiner.

Silke

12.5.19 Storms River Mouth Camp – Knysna

Wir haben etwas länger geschlafen und dann erstmal ausgecheckt. Anschließend ging es ans Wäsche-waschen. Während die Waschmaschine lief konnten wir die Wellen und den Strand beobachten.Ein Walfisch schwamm ca 100 m vom Ufer entfernt vorbei. Dassies spielten in den Felsen.

Riesige Gischtfontänen spritzen über die Felsen. Schöner Sonnenschein ließ unsere Wäsche schnell trocknen. Eine Möve schaute vorbei als wir unser Käse-Knäckebrot aßen. Dann ging es wieder weiter die N2 (Garden Route) entlang bis Knysna, wo wir in einem schönen Apartment (Footprints of Knysna) übernachten. Obwohl heute Muttertag und Sonntag ist, haben viele Läden geöffnet und wir konnten noch für das Abendessen einkaufen. Es gibt Brokkoli-Blumenkohl-Karottengemüse in Käsesoße mit Ofenbrot!

Silke

11.5.19 Otter Trail – Tag 5 André Hut – Nature ´s Valley 10,8 Km

Um kurz nach 8:00 Uhr sind wir losgelaufen und über Steine „trockenen“ Fußes über den Klip River gelaufen. Dann ging es zum Aufwärmen steil hoch auf die Klippenkante! Der größte Teil der heutigen Wanderung verlief dann aber entlang des Plateaus über einen Feldweg. Wunderschöne Aussicht und herrliche Blumen.

Heute habe ich auch unbedingt meinen Sonnenhut gebraucht! Schönster Sonnenschein. Dann kam der Blick auf Nature ´s Valley und der steile Abstieg.

Der Strand ist wirklich schön. Wir  sind ein Stück durch den Sand gelaufen und dann wieder im Wald untergetaucht. Noch 4 Km ging es beschattet weiter. Wir mussten noch einen kleinen Fluss überqueren und diesmal bestand die Schwierigkeit darin, den neugierigen Affen keine Gelegenheit zum Stibitzen von Socken oder Kameras oder ähnlichen Sachen zu bieten. Ein Reh hat unseren Weg gekreuzt und wir haben hoch in den Bäumen noch mehrere Papageien gesehen. Am Ende des Trails im De Vasselot Restcamp, das wir um 15:11 Uhr erreichten,  erhielten wir stolz und glücklich jeder eine Urkunde.

Ein Bekannter des Rangers fuhr uns für 550 Rand zurück ins Storms River Mouth Camp, wo wir für Heute wieder eine Forest Hut gemietet haben. Da wir nicht so viel Bargeld dabei hatten, machten wir noch einen Umweg zum 6 Km entfernten ATM. Im Camp haben wir nochmal unsere Rucksäcke gewogen. Letztendlich haben wir 2,5 Kg Lebensmittel wieder zurückgebracht. Und an Anziehsachen hätten wir wohl auch jeder noch ein Kilo einsparen können. Schnorchelausrüstung und Rasierzeug waren ebenfalls überflüssig. Aber hinterher ist man immer schlauer. Auf alle Fälle ist der Otter Trail eine ganz besonders tolle Erfahrung und für uns ein Highlight auf unserer Weltreise.

Silke

10.5.19 Otter Trail – Tag 4 Oakhurst Hut – André Hut 13,8 Km

Mega anstrengend! Ab 7:00 Uhr mit Zeitdruck im Nacken über Felswände geklettert und alles tat weh! Bei Km 6 wollte ich am liebsten umdrehen. (Es gibt zwar Escape-Routes, aber da muss man auch erstmal 3-4 Km durch den Busch laufen um Internetverbindung bzw. Telefon zu haben.) Also Zähne zusammenbeißen und durch! Zeitdruck daher, weil man an Km 10 den Bloukrans River 1/2 h nach Ebbe überqueren muss. ( heute 13:57 Uhr) Da ist das Wasser „nur“ Hüfthoch. Ansonsten ist es sehr gefährlich, weil die Brandung einen an die scharfen Klippen spülen kann! Sim und seine jungen Männer haben dort auf uns gewartet, da die Wanderer sich gegenseitig Hilfe leisten sollen, falls nötig. Die Jungs haben netterweise meinen Rucksack hinübergetragen. (Reiner wäre sonst zweimal gegangen).

Auf der anderen Seite ging es dann steil die Felswände hinauf und noch 3,8 Km weiter bis zu André ´s Hut!

Die letzten Stufen hab ich meine Wanderstöcke wie Krücken benutzt!! (-; Wir hatten heute keine Lust auf Lagerfeuer und haben mit dem Gaskocher Wasser für Nudelsuppe gekocht. Die kleinen Jägermeister (mit heißem Wasser und Zucker) haben uns etwas wiederbelebt. Besonders schön ist hier die Open-Air Dusche, die einen tollen Blick auf den Strand und Sonnenuntergang bietet.

In der Hütte sind uns erst jetzt die Kerzenhalter an den Wänden aufgefallen, da noch eine Kerze drin steckte. Besser als Teelichter! Selbstverständlich war der Wanderweg auch wunderschön. Sagenhafte Aussichtspunkte und besonders viele ungewöhnliche Blumen. Und „unsere“ Ebbezeit war auch richtig gut. Manche Hiker müssen um 4 oder 5 Uhr starten um zur Ebbe am Bloukrans River zu sein! Und das Wetter war auch genau richtig!

Silke